Rettungstauchen

Die Rettungstaucher der Wasserwacht werden zur
Suche, Rettung oder Bergung von Verunglückten benötigt, wenn
Rettungsschwimmer und Motorboote alleine nicht mehr ausreichen. Auch die
Bergung von Fahrzeugen und gefährlichen Gütern aus dem Wasser gehören
zu den Aufgaben von Rettungstauchern. Die Taucher im
Wasserrettungseinsatz sind aufgrund der schwierigen äußeren Bedingungen
unter Wasser (hoher Wasserdruck, schlechte Sicht, niedrige
Wassertemperaturen) einer ständigen psychischen Belastung ausgesetzt.
Dies trifft erst Recht zu, wenn es um die Rettung oder Bergung von
Personen geht.
Ausbildung zum Rettungstaucher
 
Voraussetzung für die Ausbildung zum Taucher im
Rettungsdienst ist die abgeschlossene Ausbildung zum Wasserretter. Die
Ausbildung umfasst 105 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis und
muss spätestens innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein. Dies
beinhaltet die theoretische Ausbildung, sowie die Pool- und
Freiwasserausbildung. Jedes dieser Teilgebiete wird mit einer Prüfung
abgeschlossen. 
 

Lehrgangsinhalt

  • Sicherheitsregeln nach DGUV Regel 105-002 / DV – WRD / APV-T
  • Rechtsgrundlagen
  • Tauchphysik
  • Tauchmedizin
  • Gerätekunde
  • Tauchgangsberechnug nach GUV-Tabelle
  • Kennzeichnung und Sicherung von Einsatzstellen
  • Ausbildung in Suchtechniken und in die Tätigkeit als Signalmann
  • Taktische Ausbildung
  • Eigensicherung an Einsatzstellen
  • Verhalten bei Tauchgängen und Notsituationen
  • Knotenkunde
  • Naturschutz / Gewässerschutz
  • 105 UE Theorie aufgeteilt in folgende Ausbildungsabschnitte:
  • 35 UE in theoretischer Ausbildung
  • 30 UE in praktischer Ausbildung an Land
  • 20 UE in praktischer Ausbildung im Hallenbad
  • 30 UE in praktischer Ausbildung im Freiwasser (entspricht 45 Tauchgänge zu je 30 Min. und max. 20m Tiefe)